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100 Läufe und kein Ende

Mit dem langen Rennsteig 2018 ist es geschafft: 81 Marathons und 19 Ultras ergeben 100 Läufe!


Als ich 1998 über den JPMorgan Lauf zum Laufen kam, hatte ich keine Vorstellung davon, jemals einen Marathon bewältigen zu können und zu wollen. Offen gestanden, hielt ich Marathonläufer für Verrückte. Eine Einstellung, an der sich übrigens bis heute nichts geändert hat.


Der Lauftreff Wetzlar hat mich davon überzeugt, dass es für einen ehemaligen Handballer möglich ist, die Marathondistanz zu bewältigen. Nach rund zwei Jahren war es soweit, dass ich in Mainz über die Marathondistanz debütierte. Gut vorbereitet „lief“ es besser als gedacht und der Hammermann kam erst bei km 40. Die letzten beiden km taten dann weh, aber: Schmerz vergeht, Stolz besteht.


In den dann folgenden Jahren geriet ich in eine Gruppe von „Viel-Läufern“, die mich immer und überall hin mitnahmen. Erlebnisse beim samstäglichen Training wie „lass uns heute nur kurz laufen, Du fährst doch morgen mit nach Arolsen zum Marathon, oder?“ häuften sich. Diesen Läufern bin ich heute noch dankbar, habe ich doch dadurch unglaublich viele nette Leute kennengelernt, die ebenfalls verrückt sind – siehe oben. Sehr bald war mir klar, dass gute Endzeiten weit außerhalb meiner Möglichkeiten liegen und finishen zwischen 4:00 und 5:00 Stunden keine Schande ist. Insbesondere dann, wenn z.B. viele hundert Höhenmeter zu bewältigen sind.
In dann 18 Jahren von denen insgesamt knapp vier wegen Rückenbeschwerden, Arbeit, Auslandsaufenthalt u.ä. „marathonfrei“ waren, wurden es bis heute 100 Läufe. Und: Ich bereue keinen!


Der Längste: 12 Stundenlauf mit 96km
Der Tiefste: Marathon im Salzbergwerk in Thüringen
Die Verrücktesten: Marathon im Elbtunnel, im Wesertunnel und „rund ums Krankenhaus“
Der Besondere: Knastmarathon in der JVA Darmstadt-Weiterstadt
Der härteste Marathon: vermutlich der Heidelbergtrail mit seinen unendlichen Höhenmetern und Steigungen, aber hart kann es auch aus vielen anderen Gründen sein: Hitze, untrainiert,…
Der Entfernteste: Marathon in Dubai, gleichzeitig der Langweiligste: 8km bis zur Uferpromenade, dann 13km schnurgerade zum Wendepunkt, 13km schnurgerade zurück und wieder 8km ins Ziel
Der mit der kürzesten Anreise:: In Wetzlar, den es nur einmal gab
Der Kleinste: Marathon in Menden mit 22 Teilnehmern
Der Verregnete: Burgsteinfurt in einem Frühjahr mit Regenstürmen und umherfliegenden Ästen
Der Stürmische: Beerenloop auf Teschelling, Windstärke 7 frontal von vorne und auf dem Strand
Die schönsten Marathons: viele, aber sicher Mendig in der Eifel, diverse im Sauerland und bestimmt Münster unter den wenigen Stadtmarathons, die ich je gelaufen bin
Der schönste Ultra: natürlich der lange Rennsteig und sicher auch der 50er im Westerwald
Die größte Blase: nach dem 12 Stundenlauf unter dem rechten Fuß (Fünfmarkstückgroß )

Unvergessene Sprüche von Läufern:
Die beste Vorbereitung auf den Marathon ist ein Ultra
Schmerz vergeht, Stolz besteht
Keine Strecke ist so flach wie Deine Sprüche
Erste Hälfte volle Pulle, dann sehen was hintenraus noch geht
Anfänger! Antwort eines Vielläufers auf meine damalige Bemerkung „das war heute mein 93ster“.
Nur das Tempo ist Dein Tod
Nach dem Startschuss ist Krieg (das war allerdings kein Vielläufer, der das gesagt hat!)
Vorletzter werden reicht

Aus der reichhaltigen Erfahrung kann ich sagen, Marathonlaufen mit Verstand und gesundem Körper ist mit das Schönste auf der Welt. Der Moment vor und auf der Ziellinie bleibt immer etwas Besonderes.


Ich habe viele (verrückte) Menschen kennengelernt, ich treffe immer wieder Läufer, die neue Laufempfehlungen haben, habe tolle Landschaften und Gegenden von Deutschland kennengelernt und und und.


Mit ausreichendem Training, gutem Gefühl für den eigenen Körper und der ganz wichtigen Einstellung, dass Laufen immer nur eine schöne Nebensache im Leben ist, werden bei mir bestimmt noch weitere Läufe hinzukommen! Drei Anmeldungen sind schon wieder abgeschickt…

Mein Dank gilt natürlich meiner Familie, die mich Verrückten erträgt und selbstverständlich allen unzähligen Helfern bei Laufveranstaltungen, ohne die wir unser Hobby nie ausüben könnten. Ihr seid die wahren Helden!

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