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Die Bestellung der Laufbekleidung ist abgeschlossen. Die Auslieferung beginnt ab dem 15.07

Ultrafestival Deventer

Am Wochenende 13./14. Juli fand in Deventer wieder das Ultrafestival statt. Auf einem absolut flachen 1295m langen Rundkurs der „Wielerbaan“, des Radweges wurden die Disziplinen 24h, 12h, 6h, 3h, 1h angeboten. Da unser Geld nur noch für ein Einzelzimmer für meine Frau reichte ;-))), habe ich mich für den 12h Lauf entscheiden, der Samstagabend um 21 Uhr gestartet wurde. Zu dem Zeitpunkt war der 6h Lauf bereits beendet, die 24 Stundenläufer zogen seit 14 Uhr ihre Runden.
Für die 21 Läuferinnen und Läufer des 12 Stundenlaufes war es nicht der erste Ultra und so war die Stimmung sehr gelöst und entspannt, eine Eigenart der Ultras, die ich bei vielen Marathons so vermisse. Kein Gezappel am Start, kein nervöses noch auf die Toilette rennen, nur entspannte Gespräche und gelassenes Warten auf den Startschuss, der sich hier noch 10 Minuten verzögerte, da der „Chef“ des veranstaltenden Vereins Marathon Plus alles erst auf Holländisch und dann für die vier deutschen Teilnehmer nochmal auf Deutsch erklärte.

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Direkt nach dem Start in der ersten Runde trennte sich die Spreu vom Weizen. Der spätere Sieger, der am Ende 142km abspulte und entsprechendes Tempo vorlegte, raste förmlich davon. Andere in einem sehr konstanten 6Min/km Tempo, die nach 12h 120km erreichten. Ich selber hatte mir zwei Marathons als Ziel vorgenommen, da ich ohne lange Vorbereitungsläufe in den Lauf ging. Der erste Marathon war dann nach gut fünf Stunden gelaufen, ab der siebten Stunde machte mir mein Magen Probleme und ich musste sehr langsam laufen/gehen. Mit warmer Hühnersuppe, Brühe und Haferschleim kam die Kraft dann wieder zurück. Also wieder laufen, laufen, laufen.

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Es ist etwas Besonderes für mich gewesen, die Nacht bei 8°C und Wind durchzulaufen, insbesondere, da die Strecke nur durch kleine Gartenlichter „beleuchtet“ war. Nach Sonnenaufgang und dem heller werden wurde es wieder wärmer und ich wechselte zurück auf mein kurzärmliges Shirt. Nach 10 Stunden konnte ich nichts festes mehr essen, nur noch Kohlehydratgel, Cola und Wasser waren möglich. Selbst die von mir so geliebten holländischen Brötchen mit Schokostreuseln gingen nicht in mich rein.
Nach 11 Stunden war mir klar, dass ich die 84km klar übererfüllen werde und setzte mir 90km al neues Ziel. Das Rechnen, welche Zeit ich dafür pro km laufen muss, schaffte ich zwar irgendwie nicht mehr, aber Ziel ist Ziel 😉.

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Zur selben Zeit legten wie eine 24h Läuferin zum Schlafen, da sie mir beim vorbeilaufen taumelnd sagte, „oh Mann, ich bin beim laufen eingeschlafen….“. Mit dem Versprechen des Veranstalters, sie nach 30 Minuten ganz bestimmt wieder zu wecken, schlief sie sofort ein. Am Ende der 24h ist sie 215km gelaufen!

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Kurz vor 9Uhr nach fast 12h hatte ich die 90km erreicht und bin noch 300m gegangen. Beim stehenbleiben tut eigentlich alles weh, dafür ist die Zufriedenheit und Freude praktisch unendlich. Zusammen mit den anderen Finishern dann noch zu reden (und zu leiden) ist einfach nur schön und führt zu neuen Plänen…

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Die Siegerehrung fand im ersten Stock des Sportlerheims statt. Der Anblick, wie wir die Treppe dorthin hinaufstiegen war es schon alleine wert, mal wieder 12h zu laufen.

Fazit: Eine perfekte Organisation, eine „schöne“ Strecke, tolle Verpflegung und sehr angenehmes Wetter. Gerne bald wieder!

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